Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, informierte die Medien heute über eine Häufung von Hantavirus-Fällen im Zusammenhang mit einem Kreuzfahrtschiff, der MV Hondius.

Bisher wurden acht Fälle gemeldet, darunter drei Todesfälle. Fünf der acht Fälle wurden als Hantavirus bestätigt.

Das beteiligte Hantavirus ist das Anden Virus, die einzige Spezies, von der bekannt ist, dass sie in begrenztem Umfang zwischen Menschen übertragen werden kann, verbunden mit engem und längerem Kontakt.

Dr. Tedros beschrieb die Situation wie folgt: „Obwohl es sich um einen schwerwiegenden Vorfall handelt, schätzt die WHO das Risiko für die öffentliche Gesundheit als gering ein.“ Er stellte fest, dass angesichts der Inkubationszeit „Es ist möglich, dass weitere Fälle gemeldet werden.“

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Die WHO arbeitet im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) eng mit mehreren Ländern zusammen. Dabei handelt es sich um Regeln, die die Rechte und Pflichten der Länder und der WHO bei der Reaktion auf Ereignisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit festlegen. Diese Veranstaltung zeigt, warum es die IHR gibt, und zeigt, wie wichtig globale Zusammenarbeit und Solidarität bei der Reaktion auf Gesundheitsbedrohungen sind, die keine Grenzen kennen.

Unsere Prioritäten bestehen darin, sicherzustellen, dass die betroffenen Patienten versorgt werden, dass die übrigen Passagiere auf dem Schiff sicher und würdevoll behandelt werden und dass eine weitere Ausbreitung des Virus verhindert wird.“

Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO-Generaldirektor

Die WHO hat seit ihrer Benachrichtigung über die Situation am Samstag, dem 2. Mai 2026, eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Zu den jüngsten Maßnahmen gehört die Entsendung eines Experten an Bord des Schiffes, um eine umfassende medizinische Untersuchung aller Passagiere und Besatzungsmitglieder zu unterstützen und gleichzeitig wichtige Informationen zur Bewertung ihres Infektionsrisikos zu sammeln.

Die WHO hat den Versand von 2500 Diagnosekits aus Argentinien an Labore in fünf Ländern veranlasst, um die Testkapazitäten zu stärken. Die Organisation entwickelt außerdem schrittweise operative Leitlinien für die sichere und respektvolle Ausschiffung und Weiterreise von Passagieren und Besatzungsmitgliedern nach ihrer Ankunft.


Quellen: