Forscher identifizieren die wichtigsten Gewohnheiten, die Erwachsenen helfen, langsamer zu essen
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass das Genießen jedes Bissens und die Aufrechterhaltung einer guten Mundgesundheit der Schlüssel dazu sind, Erwachsenen dabei zu helfen, langsamer zu essen und gesündere Lebensgewohnheiten zu entwickeln.
In einer aktuellen Studie veröffentlicht in Wissenschaftliche BerichteForscher untersuchten Faktoren, die mit gutem Kauen und langsamem Essen bei japanischen Erwachsenen zusammenhängen. Sie fanden heraus, dass gründliches Kauen und langsames Essen bei allen Geschlechtern und Altersgruppen damit verbunden waren, nicht mit vollem Mund zu essen und das Essen zu genießen. Die Analyse zeigte auch, dass diese Verhaltensweisen mit den nationalen Shokuiku-Ernährungserziehungszielen Japans übereinstimmen. Eine gute Mundgesundheit trug ebenfalls zu diesen Verhaltensweisen bei.
Langsames Essen, Sättigung und Auswirkungen auf den Stoffwechsel
Die neuere Forschung konzentriert sich zunehmend auf Essverhaltensweisen, die das Sättigungsgefühl unterstützen und eine übermäßige Energieaufnahme verhindern, wie z. B. langsames Essen und gründliches Kauen. Studien zeigen immer wieder, dass schnelles Essen mit Fettleibigkeit und Übergewicht verbunden ist, während langsames Essen dabei helfen kann, den Appetit zu regulieren und den Kalorienverbrauch zu reduzieren. Gutes Kauen, das die Häufigkeit des Kauens erhöht und häufig die Essensdauer verlängert, kann auch die Stoffwechselreaktionen beeinflussen, indem es die Insulinsekretion und die Sättigungshormone stimuliert.
Hindernisse für die Mundgesundheit, die die Kauqualität beeinträchtigen
Allerdings kann ein ausreichendes Kauen durch eine schlechte Zahn- oder Mundgesundheit beeinträchtigt werden, insbesondere durch Erkrankungen, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten, wie Parodontitis, Zahnverlust und allgemeine Gebrechlichkeit der Mundhöhle. In Japan, wo die Bevölkerung schnell altert, werden gesunde Essgewohnheiten durch nationale Initiativen gefördert, darunter das Grundgesetz über Shokuiku und damit verbundene Programme des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, die darauf abzielen, den Anteil der Personen zu erhöhen, die langsam essen und gut kauen. Trotz dieser Bemühungen zeigen nationale Umfragedaten, dass dieses Verhalten in den letzten Jahren ein Plateau erreicht oder leicht zurückgegangen ist.
Lücken in der Forschung zum Tempo des Genießens und Essens
Öffentliche Gesundheitskampagnen ermutigen auch dazu, „Essen langsam zu genießen“, aber nur wenige Studien haben untersucht, ob Genuss in direktem Zusammenhang mit langsamem Essen und gutem Kauen steht. Bestehende Forschungsergebnisse konzentrieren sich häufig nur auf langsames Essen oder die Kauqualität, sodass eine Lücke im Verständnis des kombinierten Verhaltens entsteht.
Nationaler Umfragerahmen und Teilnehmerauswahl
Diese Querschnittsstudie wurde im Rahmen eines nationalen Projekts zur Zahn- und Mundgesundheit in Japan durchgeführt. Die Teilnehmer stammten aus einem großen Pool von 1,3 Millionen Erwachsenen, die bei einem großen Online-Umfrageunternehmen registriert waren. Personen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren wurden nach dem Zufallsprinzip eingeladen, auf ihre Eignung überprüft und einen anonymen, selbst ausgefüllten Fragebogen ausgefüllt. 1.644 Personen wurden in die Analysen einbezogen. Es wurden ethische Genehmigungs- und Einverständnisverfahren befolgt.
Fragebogenmaßnahmen zu Essverhalten und Mundgesundheit
Der Fragebogen wurde unter Verwendung validierter Indikatoren aus nationalen Erhebungen und Leitlinien zu Ernährung und Gesundheit entwickelt. Das Hauptergebnis wurde anhand einer Antwort aus vier Kategorien bewertet und durch zusätzliche Fragen zur Essgeschwindigkeit und den Kaugewohnheiten untermauert. Zu den erklärenden Variablen gehörten Ernährungs- und Gesundheitsverhalten, Essensgewohnheiten in der Familie, Zahn- und Mundgesundheit (einschließlich parodontaler Symptome, Mundgebrechlichkeit, Kaufunktion), körperliche und medizinische Beschwerden, Body-Mass-Index-Kategorien (BMI) und sozioökonomische Faktoren.
Statistische Tests zur Identifizierung von Prädiktoren für das Esstempo
Die Analysen wurden nach Geschlecht und Altersgruppe stratifiziert. Zusammenhänge zwischen dem Ergebnis und einzelnen Variablen wurden zunächst mit dem Cochran-Mantel-Haenszel-Test untersucht. Anschließend wurde die logistische Regression (erzwungener Eintritt und schrittweises Modell) verwendet, um die Wahrscheinlichkeitsverhältnisse für Faktoren zu schätzen, die mit langsamem Essen und gutem Kauen verbunden sind.
Der Genuss von Lebensmitteln erwies sich als der dominierende Prädiktor
Die Studie ergab starke und konsistente Zusammenhänge zwischen langsamem Essen und gutem Kauen und bestimmten Ernährungsgewohnheiten, insbesondere dem Genießen von Speisen während des Essens (mit einer Quote von mehr als 11 bei Männern und Frauen) und dem Verzicht auf Essen mit vollem Mund (Odds Ratio etwa 2,6–3,3). Diese Muster waren bei Männern und Frauen in nahezu allen Altersgruppen erkennbar.
Mundgesundheitsindikatoren unterstützen langsames, gründliches Kauen
Auch Mundgesundheitsfaktoren spielten eine wichtige Rolle: Bei Männern war das Ausbleiben von Knochenschwund um die Zähne herum mit langsamem Essen und gutem Kauen verbunden, während bei Frauen das Fehlen von Zahnschmerzen ein Schlüsselfaktor war. Obwohl der Datensatz mehrere zusätzliche Mundfunktionsindikatoren enthielt, wie z. B. Schwierigkeiten beim Kauen zäher Nahrungsmittel oder das Vorhandensein unbehandelter Karies, wurden diese in den endgültigen logistischen Regressionsmodellen nicht als wichtige unabhängige Prädiktoren berücksichtigt.
Soziale und wirtschaftliche Einflüsse auf das Essverhalten
Die sozioökonomischen Zusammenhänge waren gemischt. In verschiedenen Altersgruppen zeigten Kinder, Alleinleben oder eine höhere Bildung einen Zusammenhang mit langsamem Essen und gründlichem Kauen, diese Muster unterschieden sich jedoch je nach Geschlecht und Alter. Der BMI zeigte begrenzte Assoziationen. Nur Männer in den Vierzigern und Siebzigern, die nicht langsam aßen und nicht gut kauten, neigten dazu, übergewichtig, fettleibig oder untergewichtig zu sein, während bei Frauen kein vergleichbares Muster auftrat.
Zusätzliche Ernährungsgewohnheiten im Zusammenhang mit langsamem Essen
Zusätzliche Verhaltensfaktoren, wie z. B. nicht satt essen, häufiges Naschen, Frühstücken mit der Familie, ausgewogene Ernährung und abwechslungsreiche Ernährung, wurden in bestimmten Altersgruppen mit langsamem Essen und gründlichem Kauen in Verbindung gebracht. Die logistische Regression bestätigte, dass der Genuss von Nahrungsmitteln der stärkste Prädiktor war, gefolgt von der Vermeidung von Essen mit vollem Mund, wobei sich Mundgesundheitsprobleme als wichtige sekundäre Faktoren herausstellten. Der Unterschied zwischen strukturellen Mundgesundheitsfaktoren (wie parodontaler Knochenverlust) und funktionellen Symptomen (wie Zahnschmerzen) war in allen geschlechtsspezifischen Modellen deutlich.
Achtsames Essen und Mundgesundheit als wichtige Verhaltensziele
Die Studie ergab, dass der Genuss von Lebensmitteln in fast allen Alters- und Geschlechtsgruppen durchweg mit langsamem Essen und gutem Kauen verbunden ist, was darauf hindeutet, dass diese achtsame Praxis dazu beitragen kann, ein gesünderes Essverhalten im gesamten Erwachsenenalter zu fördern. Auch das Vermeiden des Essens mit vollem Mund zeigte starke Assoziationen, was die Annahme bestärkt, dass die Bissengröße und die Essgewohnheiten das Kauen und die Geschwindigkeit beeinflussen.
Familienkontext und Essgewohnheiten in der Lebensmitte
Essensgewohnheiten in der Familie waren besonders für Frauen mittleren Alters von Bedeutung, was darauf hindeutet, dass der soziale Kontext und die Betreuungsrollen diese Gewohnheiten prägen könnten. Auch die Mundgesundheit spielte eine Schlüsselrolle: Weniger Zahnprobleme, wie z. B. das Fehlen von Knochenschwund bei Männern und das Fehlen von Zahnschmerzen oder Kauschwierigkeiten bei Frauen, unterstützten langsames, gründliches Kauen.
Studieren Sie Stärken und Grenzen beim Verständnis des Esstempos
Zu den Stärken dieser Analyse gehören der neuartige Fokus auf kombiniertes langsames Ess- und Kauverhalten und die Verwendung logistischer Regression zur Identifizierung mehrerer damit verbundener Faktoren. Zu den Einschränkungen zählen jedoch die Abhängigkeit von selbst gemeldeten Daten, insbesondere für BMI und Ernährungsverhalten, potenzielle Messfehler und das Querschnittsdesign, das eine kausale Interpretation verhindert. Insgesamt kann die Förderung des Genusses und die Verbesserung der Mundgesundheit gesündere, lebenslange Essgewohnheiten unterstützen.
Quellen:
- Ishikawa, M., Iwasaki, M., Tano, R., Yokoyama, T., Ando, Y. (2025). Dietary and oral factors associated with eating slowly and chewing well: a National web-based study. Scientific Reports 15: 40677. DOI: 10.1038/s41598-025-17631-9, https://www.nature.com/articles/s41598-025-17631-9