Da die Zahl der Kaiserschnitt-Entbindungen (Kaiserschnitte) weltweit weiter steigt, weisen Experten von NYU Langone Health auf eine chirurgische Technik hin, die dazu beitragen kann, das Risiko langfristiger Komplikationen zu senken. Die endometriumfreie Verschlusstechnik (EFCT), beschrieben in einem neuen Artikel, der online in der veröffentlicht wurde American Journal of Obstetrics & Gynecologykonzentriert sich darauf, wie die Gebärmutter nach einer Kaiserschnittgeburt verschlossen wird, um eine bessere Heilung zu unterstützen.

Nach einer Kaiserschnittgeburt entwickeln einige Patientinnen kleine Taschen oder Dellen in der Narbe, an der die Gebärmutter geöffnet wurde. Diese Narbendefekte können Symptome wie unregelmäßige Blutungen, Beckenschmerzen oder Unfruchtbarkeit verursachen. In einigen Fällen können sie auch das Risiko von Komplikationen bei zukünftigen Schwangerschaften erhöhen, einschließlich des Plazenta-Accreta-Spektrums.

Selbst kleine Verbesserungen der Operationstechnik können erhebliche Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit haben. Indem wir bei der Reparatur die innere Gebärmutterschleimhaut meiden, können wir die Bildung von Narbendefekten reduzieren und das Risiko von Problemen bei zukünftigen Schwangerschaften senken.“

Clarel Antoine, MD, klinischer Professor, Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie, NYU Grossman School of Medicine

Bei vielen gängigen Verschlussansätzen wird die Gebärmutterschleimhaut in die zum Schließen des Einschnitts verwendeten Nähte einbezogen, was laut Forschungsergebnissen die Heilung beeinträchtigen könnte. Mit der EFCT identifizieren Chirurgen diese Auskleidung sorgfältig und vermeiden, sie zu durchnähen.

Frühere Studien haben weniger und kleinere Narbendefekte gezeigt, wenn diese Auskleidung nicht in den Verschluss einbezogen wird, sowie dickeres, gesünderes Gewebe an der Stelle, an der die Gebärmutter repariert wurde. Obwohl in früheren Untersuchungen verschiedene Verschlussarten verglichen wurden, weist diese Arbeit darauf hin, dass Präzision und korrekte Ausrichtung der Uterusschichten am wichtigsten zu sein scheinen.

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Da die Kaiserschnittraten weltweit weiter steigen, sind evidenzbasierte Verbesserungen der Technik von entscheidender Bedeutung. Dieser Ansatz hat das Potenzial, die langfristigen Reproduktionsergebnisse zu verbessern, und zukünftige Studien sollten durchgeführt werden, um seine Auswirkungen zu bewerten.“

Dana R. Gossett, MD, Stanley H. Kaplan-Professorin und Lehrstuhlinhaberin für Geburtshilfe und Gynäkologie

Dr. Antoine und die Co-Autoren der Studie weisen darauf hin, dass weitere randomisierte Studien erforderlich sind, insbesondere in komplexen Fällen oder in Notfällen, in denen die Darstellung der Gebärmutter möglicherweise schwieriger ist. Sie betonen, wie wichtig es ist, Chirurgen darin zu schulen, die verschiedenen Schichten der Gebärmutter zu erkennen, damit sie richtig repariert werden können.


Quellen:

Journal reference:

Antoine, C., et al. (2026). Endometrium-free closure technique for hysterotomy incision at cesarean delivery. American Journal of Obstetrics and Gynecology. doi:https://doi.org/10.1016/j.ajog.2025.07.009. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002937825004697?via%3Dihub