Das US-Patent- und Markenamt (USPTO) hat der Wayne State University und RediMinds Inc. aus Southfield, Michigan, offiziell ein neues Patent erteilt. Das Patent schützt einen bahnbrechenden technologischen Fortschritt, der in den Laboren der Universität entwickelt wurde.

Das am 26. Mai 2026 erteilte US-Patent Nr. 12.635.098 B2 trägt den Titel „Systeme und Methoden zur Erkennung, Lokalisierung, Beurteilung und Visualisierung von Blutungen in einem chirurgischen Bereich“. Damit wird ein erfinderischer Fortschritt bei der Bekämpfung intraoperativer Blutungen gewürdigt, einer Hauptkomplikation minimalinvasiver Operationen, die sich negativ auf die Operationsergebnisse auswirkt.

Die Forschung wurde von Dr. Abhilash K. Pandya, Professor für Elektro- und Computertechnik am James and Patricia Anderson College of Engineering, geleitet.

Chirurgische Blutungen bei robotergestützten oder laparoskopischen Eingriffen stellen eine erhebliche Herausforderung dar und sind eine Ursache für schlechte Behandlungsergebnisse bis hin zum Tod. Starke unerwartete Blutungen können die Sicht auf das Operationsfeld blockieren, eine Situation, die als „Red-Out“ bezeichnet wird.

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Diese patentierte Technologie unterstützt einen Chirurgen bei der Erkennung und Visualisierung erheblicher arterieller Blutungen in Echtzeit während chirurgischer Eingriffe. Die Technologie nutzt eine chirurgische Kamera mit Computer-Vision-Techniken und maschinellem Lernen, um Quellen intraoperativer arterieller Blutungen zu erkennen und zu lokalisieren. Die Quellen werden dem Chirurgen mithilfe von Augmented-Reality-Overlays präsentiert, sodass er die Blutung präzise und schnell kontrollieren kann.

Das Blutungsmanagementsystem ist als Ergänzung zu einem bestehenden robotergestützten oder laparoskopischen chirurgischen System gedacht, von denen es in Krankenhäusern in den Vereinigten Staaten über 2.000 bzw. 7.000 gibt.

Dieses Patent stellt einen wichtigen Schritt in die Zukunft der KI-gestützten Roboterchirurgie dar. Mit zunehmender Reife der künstlichen Intelligenz wird sie dem Chirurgen als wachsamer Partner dienen – er überwacht Blutungen, den Zustand des Patienten, die Ermüdung des Chirurgen usw. – und bietet gleichzeitig zeitnahe Warnungen und proaktive Unterstützung, um Verletzungen des Patienten zu verhindern.“

Dr. Abhilash K. Pandya, Professor für Elektro- und Computertechnik, James and Patricia Anderson College of Engineering

Diese neue Technologie bietet zahlreiche Vorteile, darunter die Verbesserung der Patientenergebnisse, die Rettung von Leben und die Verbesserung der Patientengesundheit. Darüber hinaus wird der Bedarf an Bluttransfusionen und -spenden verringert. Es wird auch die Dauer von Krankenhausaufenthalten, Infektionsraten und Behandlungskosten reduzieren und die Grenzen intelligenter chirurgischer Sicherheitsinstrumente erweitern.

„Dieses Patent ist ein Beispiel für die Art transformativer Forschung, die am James and Patricia Anderson College of Engineering stattfindet“, sagte Dekan Ali Abolmaali. „Dr. Pandya und seine Mitarbeiter haben ihr Fachwissen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Computer Vision und Medizintechnik gebündelt, um eine entscheidende Herausforderung in der modernen Chirurgie anzugehen. Innovationen wie diese zeigen, wie technische Forschung die Behandlungsergebnisse für Patienten verbessern, die Gesundheitsversorgung vorantreiben und Technologien schaffen kann, die das Potenzial haben, Menschen auf der ganzen Welt zu helfen.“

„Dieses Patent spiegelt unser nachhaltiges Engagement wider, Entdeckungen aus dem Labor direkt auf den Markt zu bringen“, sagte Taunya Phillips, stellvertretende Vizepräsidentin für Technologiekommerzialisierung bei Wayne State. „Durch die Sicherung dieses geistigen Eigentums stellen wir sicher, dass unsere Forschung tatsächliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorteile schafft. Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit mit Dr. Pandya und die Auswirkungen, die diese Technologie auf die wichtige Arbeit von Chirurgen in Michigan und darüber hinaus haben wird.“


Quellen: