Eine neue Studie der Wake Forest University School of Medicine ergab, dass Patienten, die nach der Operation kontinuierlich überwacht wurden, im Vergleich zu Patienten, die mit routinemäßigen Stichproben überwacht wurden, deutlich weniger Zeit mit gefährlich niedrigen Sauerstoffwerten verbrachten.
Die Studie, die im Atrium Health Wake Forest Baptist Medical Center durchgeführt wurde, wurde am Dienstag in veröffentlicht JAMA-Netzwerk geöffnet.
Bei der Studie handelt es sich um die erste große, randomisierte Crossover-Studie und den bisher größten Datensatz zur Bewertung kontinuierlicher tragbarer Überwachungstechnologien in Operationssälen von Krankenhäusern.
Selbst geringfügige Hypoxämien können die Genesung erheblich beeinträchtigen und möglicherweise ein früher Indikator für ein nachgelagertes klinisches Ereignis sein. Diese Studie zeigt, dass Echtzeiteinblick in die Physiologie des Patienten den Teams hilft, schneller und effektiver zu reagieren. Obwohl unsere Arbeit nicht auf patientenzentrierte Ergebnisse ausgerichtet war, sind diese Punktschätzungen ermutigend und sollten die wissenschaftliche Gemeinschaft motivieren, größere pragmatische Studien mit harten Ergebnissen zu konzipieren.“
Ashish K. Khanna, MD, Professor für Anästhesiologie und stellvertretender Forschungsleiter an der Wake Forest University School of Medicine und Hauptautor der Studie
Die Forscher verglichen standardmäßige intermittierende Vitalzeichenkontrollen, typischerweise alle vier Stunden, mit einem neuartigen kontinuierlichen tragbaren Überwachungssystem, das eine Vielzahl von Vitalzeichen aufzeichnete. Dazu gehörten alle 15 Sekunden die Sauerstoffsättigung, die Herzfrequenz und der Blutdruck.
Die Studie wurde in zwei postoperativen chirurgischen Abteilungen durchgeführt, die ein ganzes Jahr lang alle vier Wochen die Überwachungsmethoden wechselten. Fast 3.700 Patienten, darunter 800 Hochrisikopatienten, wurden in die Primäranalyse einbezogen.
Wichtigste Erkenntnisse
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Reduzierte Hypoxämie: Kontinuierlich überwachte Patienten verbrachten etwa 30 Minuten weniger mit einer Sauerstoffsättigung unter 90 %, was einer statistisch signifikanten Reduzierung des Risikos für gefährliche Entsättigungsereignisse um 14 % entspricht. Darüber hinaus wurden kombinierte Ergebnisse, einschließlich Kombinationen aus Entsättigung, Herzfrequenz- oder Blutdruckänderungen, durch kontinuierliche Überwachung deutlich verbessert. Ein niedrigerer Sauerstoffgehalt nach einer Operation kann die Genesung verzögern und das Komplikationsrisiko des Patienten erhöhen.
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Tendenzen zur allgemeinen Verbesserung der Sicherheit: Obwohl dies für den einzelnen Patienten statistisch nicht signifikant war, kam es bei kontinuierlich überwachten Patienten zu weniger Verlegungen auf die Intensivstation, zu weniger schnellen Reaktionsaktivierungen und zu einer geringeren Sterblichkeit im Krankenhaus.
Laut Khanna ist das Atrium Health Wake Forest Baptist Medical Center das einzige große US-Krankenhaus, das diese kontinuierliche Überwachungstechnologie erfolgreich eingesetzt und diese Art von Versuchen in großem Maßstab durchgeführt hat.
Herkömmliche Vitalparameterkontrollen alle vier bis sechs Stunden auf allgemeinen stationären Pflegestationen können eine frühzeitige Verschlechterung oft nicht erfassen. Die tragbare kontinuierliche Überwachung versorgt Ärzte mit Echtzeitwarnungen und ermöglicht so frühere Eingriffe.
Die Forscher stellten fest, dass frühere Eingriffe am Krankenbett, einschließlich Neupositionierung der Atemwege, Stimulation und zusätzlicher Sauerstoff, wahrscheinlich zu verbesserten Ergebnissen beigetragen haben.
Da jedes Jahr weltweit Hunderte Millionen Operationen durchgeführt werden, bleibt die postoperative Phase eine der gefährdetsten Zeiten für Patienten. Die kontinuierliche tragbare Überwachung bietet einen skalierbaren, praktikablen Weg zur Verbesserung der Ergebnisse und zur Reduzierung vermeidbarer Komplikationen.
„Diese Studie ist ein wichtiger Impuls für die weltweite chirurgische und perioperative Gemeinschaft“, sagte Khanna. „Kontinuierliche tragbare Überwachung ist nicht mehr experimentell. Sie ist erreichbar, wirkungsvoll und bereit für eine breitere Akzeptanz.“
Diese Studie wurde durch das NIH-Stipendium UL1TR001420 unterstützt.
Quellen: