Eine aktuelle Studie veröffentlicht in Maschinenbau hat Licht auf die möglichen therapeutischen Wirkungen von Dihydrotanshinon I (DHT) geworfen, einer Verbindung, die aus dem traditionellen chinesischen Kraut gewonnen wird Salvia miltiorrhizazum Thema Eierstockkrebs. Die von einem Team der Zhejiang Chinese Medical University und der Jiangsu Normal University durchgeführte Forschung zeigt, dass DHT den autophagischen Zelltod in Eierstockkrebszellen auslösen kann, indem es den durch Sortilin 1 (SORT1) vermittelten Autophagie-Lysosomen-Weg stört.
Eierstockkrebs ist eine der tödlichsten bösartigen Erkrankungen bei Frauen und weist die höchste Sterblichkeitsrate unter den gynäkologischen Krebsarten auf. Ein charakteristisches Merkmal von Eierstockkrebszellen ist ihr im Vergleich zu normalen Zellen verringerter autophagischer Fluss. Dies deutet darauf hin, dass eine übermäßige Autophagie-Aktivierung oder eine beeinträchtigte Autophagosom-Lysosomen-Fusion zum Tod von Krebszellen führen könnte. Die Studie untersuchte die Auswirkungen von DHT auf Eierstockkrebszellen und deckte seinen Wirkmechanismus durch Proteomanalyse auf in vivo Experimente.
Die Forscher fanden heraus, dass DHT das Wachstum von Eierstockkrebs unterdrückte, indem es auf SORT1 abzielte, ein Protein, das am Autophagie-Lysosomen-Weg beteiligt ist. In vitro Experimente zeigten, dass DHT die Bildung von Autophagosomen förderte, was durch die erhöhte Expression der Mikrotubuli-assoziierten Protein-1-Leichtkette 3-II (LC3-II) angezeigt wurde, während es gleichzeitig die Fusion von Autophagosomen mit Lysosomen hemmte. Diese Störung des autophagischen Flusses führte zur Ansammlung von Autophagosomen und löste schließlich den autophagischen Zelltod in Eierstockkrebszellen aus.
Um diese Ergebnisse zu validieren, verwendeten die Forscher ein orthotopes Eierstockkrebsmodell bei Mäusen. Die Ergebnisse zeigten, dass die DHT-Behandlung das Tumorwachstum und -gewicht signifikant reduzierte, was dies bestätigte in vitro Beobachtungen. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass DHT die SORT1-Expression in Tumoren verringert, was seine Rolle bei der Störung des Autophagie-Lysosomen-Signalwegs weiter untermauert.
Die Studie untersuchte auch die Wechselwirkung zwischen DHT und SORT1. Co-Immunpräzipitation und Tests zur zellulären thermischen Verschiebung ergaben, dass DHT direkt auf SORT1 abzielte und dessen Ubiquitin-abhängigen Abbau förderte. Dieser Abbau von SORT1 führte zur Freisetzung der Autophagie-bezogenen Proteine ATG5 und ATG16L1, was die Autophagosomenbildung verstärkte und den autophagischen Fluss störte.
SORT1, kodiert durch das SORT1-Gen, befindet sich hauptsächlich auf dem endoplasmatischen Retikulum und den lysosomalen Membranen, wo es am Proteintransport zu Lysosomen beteiligt ist. Frühere Studien haben gezeigt, dass SORT1 das Fortschreiten von Eierstockkrebs vermittelt, indem es die Zellproliferation, -migration und -invasion fördert. In über 75 % der klinischen Ovarialtumorproben wurde eine hohe SORT1-Expression festgestellt, was es zu einem vielversprechenden therapeutischen Ziel macht.
Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen das Potenzial von DHT als neuartiges Therapeutikum für Eierstockkrebs. Indem es auf SORT1 abzielt und den Autophagie-Lysosomen-Weg stört, induziert DHT den autophagischen Zelltod und bietet so eine neue Strategie für die Behandlung dieser tödlichen Krankheit. Zukünftige Forschung könnte sich auf die weitere Aufklärung der zugrunde liegenden Mechanismen und die Erforschung der klinischen Anwendungen von DHT in der Therapie von Eierstockkrebs konzentrieren.
Quellen:
Sun, C., et al. (2025). Dihydrotanshinone I Induces Autophagic Cell Death in Ovarian Cancer by Disrupting the SORT1-Mediated Autophagy–Lysosome Pathway. Engineering. doi: 10.1016/j.eng.2025.06.020. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2095809925003182?via%3Dihub