Millionen Menschen weltweit leben mit unerkannten Herzrhythmusstörungen, die zu Schlaganfall, Herzversagen oder plötzlichem Herztod führen können – oft ohne oder ohne Vorwarnung.

Während der Weltherzrhythmuswoche 2026 (01.–07. Juni) bringen die Arrhythmia Alliance und die Schwesterorganisationen AF Association und STARS (Syncope Trust And Reflex anoxic Seizures) Patienten, medizinisches Fachpersonal und Anwälte auf der ganzen Welt zusammen, um das Bewusstsein für Herzrhythmusstörungen zu schärfen, die Erkennung von Symptomen zu verbessern und Menschen überall auf der Welt zu ermutigen, ihren Puls zu kennen und sich frühzeitig behandeln zu lassen.

Arrhythmien – Störungen des elektrischen Systems des Herzens – gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für plötzlichen Herztod. Vorhofflimmern (AF), die häufigste Herzrhythmusstörung, erhöht das Risiko eines AF-bedingten Schlaganfalls erheblich. Dennoch bleibt das öffentliche Bewusstsein für diese potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen gefährlich gering.

Das diesjährige Kampagnenthema „Dein Herz, dein Rhythmus, deine Geschichte“ stellt gelebte Erfahrungen in den Mittelpunkt des Gesprächs. Auch wenn das Erlernen der Messung Ihres Pulses im Rahmen der „Know Your Pulse“-Kampagne eine einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeit bleibt, einen unregelmäßigen Herzrhythmus zu erkennen, gleicht keine Arrhythmie-Reise der anderen.

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Bei manchen Menschen können die Symptome Herzklopfen, Schwindel oder Ohnmacht sein. Bei anderen kann das erste Anzeichen ein Schlaganfall oder ein plötzlicher Herzstillstand sein. Durch die Ermutigung der Menschen, Symptome frühzeitig zu erkennen und aus den Erfahrungen der Patienten zu lernen, zielt die Weltherzrhythmuswoche 2026 darauf ab, die Diagnose, den Zugang zur Behandlung und die langfristigen Ergebnisse weltweit zu verbessern.

Die Kampagne wird auch das wachsende Angebot an lebensverändernden und lebensrettenden Behandlungsoptionen vorstellen, die jetzt verfügbar sind, darunter:

  • Katheterablation
  • Gepulste Feldablation (PFA)
  • Bleilose Herzschrittmacher
  • Extravasal implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (EV-ICDs)
  • Neue Therapien für supraventrikuläre Tachykardie (SVT)
  • Strategien zur Synkopenbehandlung

Die Kampagne bekräftigt, dass die Herzrhythmusversorgung personalisiert sein sollte – denn die Erfahrung jedes Patienten ist anders.

Ein Hauptschwerpunkt der diesjährigen Kampagne ist die Botschaft:

„Eine einfache Ohnmacht gibt es nicht“

Ohnmacht und unerklärlicher Bewusstseinsverlust (Blackouts) können manchmal ein Warnsignal für eine schwerwiegende Herzrhythmusstörung sein. Ohne Diagnose und Behandlung können diese Erkrankungen zum plötzlichen Herztod führen.

Der plötzliche Herztod fordert jährlich mehr Todesopfer als Lungenkrebs, Brustkrebs, AIDS und Verkehrsunfälle zusammen – dennoch könnten viele Todesfälle durch frühere Erkennung und Zugang zu fachärztlicher Versorgung vermeidbar sein.

Bei der Weltherzrhythmuswoche wird am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, auch der SVT-Bewusstseinstag im Mittelpunkt stehen, der Menschen dabei helfen soll, die Symptome einer supraventrikulären Tachykardie zu erkennen und die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten zu verstehen.

Arrhythmia Alliance, AF Association und STARS rufen Organisationen, medizinisches Fachpersonal und Einzelpersonen weltweit auf, die Kampagne zu unterstützen und zur Aufklärung beizutragen. Spezielle #WHRW2026-Social-Media-Ressourcen und Kampagnen-Aktionselemente sind die ganze Woche über verfügbar.

Bei der Welt-Herz-Rhythmus-Woche geht es um mehr als nur Bewusstsein – es geht um Handeln. Indem wir die realen Erfahrungen von Menschen mit Herzrhythmusstörungen erweitern und Patienten und Fachleute weltweit zusammenbringen, können wir das Verständnis verbessern, die personalisierte Versorgung vorantreiben und letztendlich Leben retten.“

Trudie Lobban MBE, FRCP (Edin), Gründerin und Treuhänderin der Arrhythmia Alliance


Quellen: