UVA-Neurologe untersucht die Auswirkungen der Medicare-Richtlinie auf Schlaganfallpatienten
Nachdem ein Arzt von UVA Health erhebliche Unterschiede in der Schlaganfallversorgung und den Ergebnissen für Patienten mit unterschiedlichen Medicare-Plänen festgestellt hat, startet er eine ehrgeizige Anstrengung, um die Ursachen dieser Unterschiede besser zu verstehen und sicherzustellen, dass Patienten die bestmögliche Versorgung erhalten.
Der UVA-Neurologe Jonathan R. Crowe, MD, MPH, MSc, stellt fest, dass Medicare drei Viertel der gesamten Schlaganfallversorgung in Amerika bezahlt – mehr als 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Sein Ziel ist es, die Richtlinien zu identifizieren, die die Behandlung und Genesung von Medicare-Patienten nach Schlaganfall prägen, und Daten von Medicare und der American Heart Association zu analysieren, um bestimmte Bereiche zu ermitteln, in denen sich der Zugang zur Versorgung zwischen den traditionellen, kostenpflichtigen Medicare- und Medicare Advantage-Plänen privater Versicherer unterscheidet.
Unser Ziel ist es, Patienten, Ärzten und politischen Entscheidungsträgern Klarheit darüber zu verschaffen, wie sich die Medicare-Versicherung der Patienten auf wichtige Schlaganfallergebnisse auswirkt. Wir glauben, dass diese Forschung Ärzten und politischen Entscheidungsträgern helfen kann, besser zu verstehen, wie Schlaganfallergebnisse und Schlaganfallversorgung verbessert werden können.“
Jonathan R. Crowe, MD, MPH, MSc, UVA-Neurologe
Die Rolle von Medicare bei der Schlaganfallversorgung
Schlaganfälle sind die vierthäufigste Todesursache in den Vereinigten Staaten und eine der Hauptursachen für langfristige Behinderungen. Fast 800.000 Amerikaner erleiden jedes Jahr Schlaganfälle.
In seiner früheren Arbeit fanden Crowe und seine Kollegen heraus, dass einige Patienten mit Medicare Advantage-Versicherung eher Zugang zu bestimmten Arten der Schlaganfall-Präventionsversorgung hatten und sich tendenziell schneller von Schlaganfällen erholten als Patienten mit traditioneller Medicare-Versicherung. Es war auch weniger wahrscheinlich, dass diese Patienten wieder ins Krankenhaus eingeliefert wurden, und es war wahrscheinlicher, dass sie nach einem Schlaganfall in der Gemeinschaft lebten.
Patienten mit herkömmlichen Medicare-Plänen der Teile A, B und D hingegen erhielten mit größerer Wahrscheinlichkeit eine intensive Nachbehandlung und Rehabilitation nach einem Schlaganfall als Patienten mit dem Advantage-Plan, der private Versicherer dazu anregt, teurere medizinische Versorgung einzuschränken.
Letztendlich waren die Ergebnisse für Patienten mit traditioneller Medicare-Therapie und Medicare Advantage ähnlich. Doch die Reise zu diesem gemeinsamen Ziel sah für die beiden Gruppen oft sehr unterschiedlich aus, stellten Crowe und seine Mitarbeiter fest.
Nächste Schritte
Crowe hat von der American Heart Association einen dreijährigen Career Development Award in Höhe von 231.000 US-Dollar erhalten, der es ihm ermöglichen wird, die Schlaganfallversorgung von Medicare-Patienten weiter zu erforschen und wichtige Wissenslücken, insbesondere über Medicare Advantage, zu schließen. Beispielsweise wird er mehr als 12,5 Millionen Medicare-Anträge analysieren und die Daten der American Heart Association untersuchen, um herauszufinden, ob Advantage-Patienten eine gerinnungsauflösende Thrombolyse und/oder eine manuelle Gerinnselentfernung, bekannt als mechanische Thrombektomie, erhalten. Er wird sich auch mit Faktoren wie der Krankenhaussterblichkeit und dem Aufenthaltsort der Patienten nach der Entlassung befassen. Abschließend wird er Schlaganfallüberlebende und Betreuer befragen, um Hindernisse für eine bewährte Schlaganfallversorgung zu ermitteln.
„Wir wissen, dass Versicherungen ein wichtiger nichtmedizinischer Faktor sind, der sich auf Patienten und ihre Familien auswirkt“, sagte Crowe. „Da die meisten Schlaganfallpatienten über eine Medicare-Versicherung verfügen, ist es für uns von entscheidender Bedeutung, besser zu verstehen, wie sich Unterschiede in der Struktur der Medicare-Versicherung der Patienten auf die Art der medizinischen Versorgung auswirken, die Patienten erhalten.“
Crowe hofft, dass seine Arbeit letztendlich wichtige Fragen beantworten wird, etwa ob Medicare Advantage-Patienten weniger Schlaganfallrehabilitation erhalten als Patienten mit traditioneller Medicare-Behandlung. Er sagt, dass diese Art von Informationen der Schlüssel zur Information über politische Diskussionen auf Bundesebene ist, die die künftige Schlaganfallversorgung für Medicare-Empfänger prägen werden.
„Wir hoffen, dass wir diese Informationen nutzen können, um die Schlaganfallergebnisse und die Schlaganfallversorgung in den Vereinigten Staaten zu verbessern“, sagte Crowe. „Wir glauben, dass dies eine wichtige Chance für die Forschung ist, einen bedeutenden Unterschied im Leben von Patienten und ihren Familien zu bewirken.“
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