Hintergrund und Ziele

Künstliche Intelligenz (KI) verändert zunehmend die diagnostische Pathologie, wobei die Brustpathologie eines der am weitesten fortgeschrittenen und klinisch relevantesten Anwendungsgebiete darstellt. Trotz der schnellen Fortschritte sind viele praktizierende Pathologen mit den grundlegenden KI-Konzepten und ihren praktischen Auswirkungen nicht vertraut. Diese Überprüfung bietet einen kurzen und verständlichen Überblick über KI in der Brustpathologie, wobei der Fokus auf grundlegenden Prinzipien, aktuellen klinischen Anwendungen und zukünftigen Richtungen liegt.

Methoden

Relevante Literatur wurde überprüft. Auch persönliche Erfahrungen wurden zusammengefasst und einbezogen.

Ergebnisse

Wichtige KI-Konzepte, darunter Algorithmen, Modelle, Architekturen, maschinelles Lernen, tiefes Lernen, neuronale Netze sowie multimodale und grundlegende Modelle, werden eingeführt, um einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen. Wichtige Unterschiede zwischen generativer, Black-Box- und erklärbarer KI werden hervorgehoben, wobei die Notwendigkeit von Transparenz und Nachvollziehbarkeit in klinischen Umgebungen betont wird. Die Entwicklung der KI in der Brustpathologie wird von den frühen regelbasierten computergestützten Diagnosesystemen bis hin zu modernen Deep-Learning-Ansätzen, die große Datensätze von Ganzschnittbildern nutzen, überprüft. Aktuelle Anwendungen decken mehrere Bereiche ab, einschließlich der Erkennung von Lymphknotenmetastasen, Nottingham-Klassifizierung, Differenzierung zwischen gutartigen und bösartigen Läsionen sowie automatisierte Quantifizierung wichtiger Biomarker. Auch KI-gestützte Ansätze zur Prognose, Risikostratifizierung, Vorhersage des Behandlungserfolgs und Analyse des Tumormikro-Umfelds werden diskutiert. Schließlich behandelt die Überprüfung Herausforderungen, die mit der Umsetzung in der realen Welt verbunden sind, einschließlich Datenqualität, Vorurteile, regulatorische Überlegungen, Kosten, Infrastruktur und Integration in die Arbeitsabläufe.

Schlussfolgerungen

KI transformiert die Brustpathologie, indem sie die diagnostische Genauigkeit, Effizienz und Reproduzierbarkeit in mehreren Anwendungen verbessert, zu denen die Tumorerkennung, Nottingham-Klassifizierung, Biomarker-Quantifizierung, Risikostratifizierung und prognostische Vorhersagen gehören. Das Feld hat sich schnell von frühen regelbasierten Ansätzen zu ausgeklügelten Deep-Learning- und multimodalen Grundmodellen entwickelt, die in der Lage sind, umfassende Krankheitsmerkmale zu charakterisieren und zunehmend personalisierte Behandlungsstrategien zu unterstützen. Indem sie die Variabilität zwischen den Beobachtern verringert, Arbeitsabläufe optimiert und die Präzisionsmedizin verbessert, wird KI zu einem unverzichtbaren Partner für Pathologen und nicht zu deren Ersatz. Letztendlich hat die Integration von computerbasierter Intelligenz mit menschlicher Expertise das Potenzial, die Diagnose, Behandlung und Ergebnisse bei Brustkrebs erheblich zu verbessern.


Quellen:

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Journal reference:

Hu, Y., et al. (2026). Artificial Intelligence in Breast Pathology: Recent Advances in Multimodal Models, Explainability, and Clinical Applications. Journal of Clinical and Translational Pathology. DOI: 10.14218/JCTP.2026.00007. https://www.xiahepublishing.com/2771-165X/JCTP-2026-00007