Ganzkörper-PET-Scans verfolgen die Stoffwechselerholung nach einer Operation zur Gewichtsreduktion
Ein neuartiges PET-Bildgebungssystem zeigt, dass bariatrische Operationen nicht nur Auswirkungen auf das Körpergewicht, sondern auch auf die Stoffwechselfunktion mehrerer Organe haben. Diese aus der PET gewonnenen Erkenntnisse über Reaktionen auf Organebene auf chirurgische Eingriffe könnten eine genauere Behandlungsüberwachung und eine personalisierte Stoffwechselpflege unterstützen. Diese Forschung wurde auf der Jahrestagung 2026 der Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging vorgestellt.
Seit mehr als 70 Jahren wird die bariatrische Chirurgie eingesetzt, um eine dauerhafte Gewichtsabnahme herbeizuführen und die durch Fettleibigkeit bedingten Begleiterkrankungen zu verbessern. Während die Zunahme der GLP-1-Medikamente die Zahl der Personen, die sich dieser Operation unterziehen, verringert hat, entscheiden sich jedes Jahr immer noch Zehntausende Amerikaner für eine bariatrische Operation, um eine lebenslange Medikamentenabhängigkeit zu vermeiden. Für diese Patienten ist die Erholungsphase von entscheidender Bedeutung, um eine ordnungsgemäße Heilung sicherzustellen und Komplikationen vorzubeugen.
Derzeit haben Ärzte keine klare Möglichkeit zu erkennen, wie sich der Stoffwechsel des Körpers nach einer bariatrischen Operation verändert. Ein umfassendes Verständnis der Veränderungen, die in mehreren Organen stattfinden, würde den Ärzten bei der Nachsorge wertvolle Daten liefern.“
Zeyang Wang, MSc, Doktorand, Abteilung für Nuklearmedizin, Abteilung für biomedizinische Bildgebung und bildgesteuerte Therapie, Medizinische Universität Wien, Österreich
Die retrospektive Studie umfasste 32 Patienten mit Adipositas, die sich einer laparoskopischen Hülsengastrektomie oder einem Magenbypass mit einer Anastomose unterzogen und sich sowohl vor der Operation als auch ein Jahr nach der Operation einer Ganzkörper-18F-FDG-PET/CT und umfassenden Laboruntersuchungen unterzogen. Die 18F-FDG-Aufnahme wurde in subkutanem und viszeralem Fettgewebe, Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nebennieren und Skelettmuskeln gemessen, um metabolische Veränderungen zu bestimmen. Die Ergebnisse der Scans vor und nach der Operation sowie mit denen gesunder Kontrollpersonen wurden verglichen und die Zusammenhänge zwischen Stoffwechselveränderungen auf Organebene bewertet.
Es wurde festgestellt, dass eine Operation koordinierte Stoffwechselveränderungen in mehreren Organen induziert, darunter Fett, Leber, Bauchspeicheldrüse, Muskeln, Herz-Kreislauf-Strukturen, knochenbezogenes Gewebe und immunendokrine Organe. Veränderungen im Organstoffwechsel und -volumen korrelierten mit Verbesserungen der glykämischen, Lipid-, endokrinen und Entzündungsmarker. Die Netzwerkanalyse zeigte stärkere Verbindungen zwischen Organen, was darauf hindeutet, dass Stoffwechselprozesse im gesamten Körper nach der Operation synchronisierter wurden.
„Für Patienten deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die Stoffwechselerholung nach einer bariatrischen Operation ein Ganzkörperprozess ist“, sagte Wang. „Molekulare Bildgebung kann dabei helfen, zu zeigen, wie verschiedene Organe nach einer Operation reagieren, und zwar über das hinaus, was allein durch Gewichtsverlust oder Bluttests gemessen werden kann. Diese Arbeit unterstützt den Einsatz von Ganzkörper-PET/CT als Instrument zur Abbildung der Stoffwechselgesundheit auf Organebene.“
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