Neue Daten zur Stillzeit in den USA

Neue Daten zur Stillzeit in den USA zeigen verbreitet geografische Muster sowie lokale Faktoren, die gezielte öffentliche Gesundheitsinterventionen unterstützen können. Die Studie von Tony Grubesic von der University of California Riverside und seinen Kollegen wurde am 15. Juli 2026 in der Open-Access-Zeitschrift PLOS Global Public Health veröffentlicht.

Die Bedeutung des Stillens

Stillen wird allgemein als vorteilhaft für die Gesundheit von Müttern und Säuglingen angesehen. Nationale Initiativen, wie Healthy People 2030, zielen darauf ab, die Raten für den Beginn des Stillens und dessen Fortsetzung in den USA zu erhöhen. Eine Herausforderung auf diesem Weg besteht darin, dass nationale Statistiken Unterschiede in verschiedenen Regionen, Bevölkerungsgruppen, wirtschaftlichen Bedingungen und kulturellen Hintergründen überdecken können.

Unterschiede im Stillbeginn

Auf Kreisebene variierte die Rate des Stillbeginns von 22 % bis über 90 % in den Jahren 2018-2019. Zu verstehen, warum es solche lokalen Unterschiede gibt, ist entscheidend, um wirksame Strategien zur Verbesserung der Stillbildung, der Unterstützung in der Gemeinschaft und letztlich des Stillbeginns zu entwickeln.

Studienanalyse

In dieser Studie analysierten Forscher die Daten zum Stillbeginn auf Kreisebene für Säuglinge, die 2018 und 2019 geboren wurden, und deckten etwa 95,8 % der US-Kreise ab. Mithilfe eines Modells namens multiskalierte geografisch gewichtete Regression (MGWR) konnten sie ein genaueres Verständnis der Stillmuster gewinnen als mit traditionellen linearen Modellen, die lokale Unterschiede übersehen können.

Geografische Trends

Die Studie zeigt, dass der Stillbeginn sowohl von nationalen Trends als auch von stark lokalisierten Faktoren beeinflusst wird. Ähnlich wie in vorherigen Studien waren die Stillraten im Nordosten und an der Westküste höher, während niedrigere Raten in den Bundesstaaten an der Golfküste und Teilen von Appalachen beobachtet wurden.

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Faktoren, die den Stillbeginn beeinflussen

  • Bildung und Rasse sind unabhängig von der Geografie wichtig.
  • Eine starke positive Korrelation besteht zwischen dem Stillbeginn und der hispanischen Bevölkerung, jedoch hauptsächlich im östlichen Teil der USA, nicht im Westen oder Südwesten.

Empfehlungen zur Verbesserung des Stillbeginns

Die Studie betont, dass zur Bekämpfung der Unterschiede beim Stillbeginn maßgeschneiderte, lokal informierte Ansätze erforderlich sind, zusätzlich zu nationalen politischen Maßnahmen. Sie empfehlen drei umsetzbare, kostengünstige Strategien zur Verbesserung des Stillbeginns:

  1. Mehr Zugang zu Stillberatern in Krankenhäusern.
  2. Förderung von Gruppen zur peer-to-peer Stillunterstützung (wie die La Leche League).
  3. Erweiterung der WIC-Berechtigung und Aufhebung von Einkommensbeschränkungen für Mütter, die Unterstützung beim Stillen suchen.

Die Autoren fügen hinzu: „Durch eine umfassende Analyse auf Kreisebene vertieft dieses Manuskript unser Verständnis der strukturellen und geografischen Barrieren für den Stillbeginn, der eine der effektivsten präventiven Gesundheitsmaßnahmen zur Reduzierung der Säuglingssterblichkeit und zum Schutz von Müttern vor chronischen Krankheiten bleibt. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass der Einsatz fortschrittlicher räumlicher statistischer Modelle deutlich besser abschneidet als traditionelle statistische Methoden und den Gesundheitsbehörden eine präzise, datengestützte Strategie zur Umsetzung kosteneffektiver gemeinschaftlicher Interventionen bietet, wo sie am dringendsten benötigt werden.


Quellen:

Journal reference:

Grubesic, T. H., et al. (2026) Spatial inequalities in breastfeeding initiation in the United States: A multiscale analysis of county-level determinants. PLOS Global Public Health. DOI: 10.1371/journal.pgph.0005659