Veröffentlicht in Aktuelle Molekulare PharmakologieEine umfassende Übersicht von Eman R. Al Sawy und Kollegen von der Universität Kairo konsolidiert die Beweise für den auslösenden Rezeptor, der auf myeloischen Zellen-1 (TREM-1) exprimiert wird, als zentraler Verstärker von Entzündungsreaktionen. Die Autoren erklären, dass TREM-1, das hauptsächlich auf Makrophagen, Monozyten und Neutrophilen exprimiert wird, die Signalübertragung des angeborenen Immunsystems durch sein Adapterprotein DAP12 und die Interaktion mit Toll-like-Rezeptoren wirksam verstärkt.

Eine fehlregulierte TREM-1-Aktivierung ist zunehmend mit akuten und chronischen Entzündungszuständen verbunden, wirksame gezielte Therapien sind jedoch nach wie vor begrenzt.“

Nesrine S. El Sayed, korrespondierende Autorin

Die Übersicht befasst sich mit der pathogenen Rolle von TREM-1 bei Sepsis, wo erhöhte lösliche TREM-1-Werte mit der Mortalität korrelieren; bei Arthritis, wo die TREM-1-Hemmung Gelenkentzündungen reduziert; und bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, bei denen mikrogliales TREM-1 zur Neuroinflammation beiträgt. Mehrere Antagonisten – darunter LR12, LP17, GF9 und das im klinischen Stadium befindliche Nanobiotid – haben sich in präklinischen Modellen als vielversprechend erwiesen. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass Artenunterschiede, Krankheitsheterogenität und Risiken einer Immunsuppression einer sorgfältigen Optimierung bedürfen. Sie kommen zu dem Schluss, dass TREM-1-gesteuerte Therapien ein translationales Potenzial haben, insbesondere für Patienten mit Sepsis, rheumatoider Arthritis, Gicht und Alzheimer-Krankheit, und fordern gut konzipierte klinische Studien, um therapeutische Fenster zu definieren und ansprechende Patientenuntergruppen zu identifizieren.


Quellen:

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren
Journal reference:

Al Sawy, E. R., et al. (2026). TREM-1 receptor: A key player in inflammatory diseases. Current Molecular Pharmacology. DOI: 10.1016/j.cmp.2026.03.002. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S187446722600005X?via%3Dihub