Wenn ein Patient eine Stammzelltransplantation benötigt, ist die Suche nach einem registrierten Spender nur der erste Schritt. Einige potenzielle Spender scheiden vor der Bestätigungstypisierung aus, wodurch sich der Pool, aus dem Ärzte wählen können, verringert. Forscher der Universität Osaka und Mitarbeiter testeten, ob eine kleine Änderung des Wortlauts dazu beitragen könnte, dass mehr Spender weitermachen. Diese Studie wurde im veröffentlicht Zeitschrift für wirtschaftliches Verhalten und Organisation.

Die Transplantation hämatopoetischer Stammzellen ist eine wichtige Behandlungsmethode für Leukämie und andere Blutkrebsarten, doch die Verfügbarkeit von Spendern bleibt weltweit eine Herausforderung. In Japan enden viele Koordinationsprozesse vor der Bestätigungstypisierung (CT), dem Test vor der Spende, mit dem überprüft wird, ob ein Spender geeignet ist. Die Rekrutierung neuer Spender ist kostspielig, daher ist es ein großes praktisches Problem, den Abbruch bereits registrierter Personen zu verhindern.

Das Team arbeitete mit dem Japan Marrow Donor Program zusammen, um von September 2021 bis Februar 2022 ein randomisiertes Feldexperiment durchzuführen. Insgesamt 11.154 HLA-Übereinstimmungsbuchstaben wurden vier Gruppen zugeordnet: nur Standardbuchstaben, eine „Matching-Schwierigkeit“-Nachricht, eine „Frühkoordinations“-Nachricht oder beide Nachrichten. Die Analyse umfasste 11.049 Koordinationen mit in Japan lebenden Spendern.

Die Meldung „Matching-Schwierigkeit“ teilte den Spendern mit, dass die Anzahl der registrierten Spender, die mit einem Patienten kompatibel sind, begrenzt ist. Dadurch stieg die CT-Erreichungsrate von 22,25 % auf 23,88 %, was einem Anstieg um 1,63 Prozentpunkte bzw. 7,3 % in relativen Zahlen entspricht. Die frühe Koordinationsnachricht steigerte die CT-Vervollständigung nicht wesentlich, und die Kombination beider Nachrichten schwächte den Effekt ab, was darauf hindeutet, dass einfache Informationen am besten funktionieren.

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Der Effekt entspricht schätzungsweise der Sicherstellung von etwa 40.880 neuen Spenderregistrierungen und gleicht damit etwa 40,9 % des prognostizierten fünfjährigen Rückgangs des Spenderpools von etwa 100.000 Spendern aus, der durch die Altersgrenze für Spenden verursacht wird. Der Befund bietet eine kostengünstige Möglichkeit, Ärzten den Zugang zu einem breiteren Spenderpool zu erleichtern.

Ohne den Einsatz von Geld oder Druck kann ein sachlicher Satz dazu beitragen, dass der gute Wille der Spender die Patienten zuverlässiger erreicht. Wir hoffen, dass diese Erkenntnisse praktische Verbesserungen bei der Transplantationskoordination unterstützen.“

Professor Fumio Ohtake, Universität Osaka


Quellen:

Journal reference:

Kato, H., et al. (2026) Exploring information provision to promote stem cell donation: Evidence from a field experiment of the Japan Marrow Donor Program. Journal of Economic Behavior & Organization. DOI: 10.1016/j.jebo.2026.107666. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167268126002520?via%3Dihub