Das Korea University College of Medicine wurde als führende Einrichtung für das Projekt zur Entwicklung eines Hantavirus-Impfstoffs ausgewählt
Das Vaccine Innovation Center am Korea University College of Medicine wurde von der Korea Disease Control and Prevention Agency (KDCA) als führende Einrichtung für ein nationales Projekt zur Entwicklung eines Hantavirus-Impfstoffs ausgewählt.
Die Initiative ist Teil der strategischen Bemühungen der koreanischen Regierung, ein schnell reagierendes Impfstoffentwicklungssystem einzurichten, das in der Lage ist, innerhalb von 200 Tagen nach Ausbruch einer künftigen Pandemie Impfstoffprototypen herzustellen. Das Zentrum wird das Gesamtprojekt überwachen und dabei mit Biotechnologieunternehmen zusammenarbeiten.
Aufbau einer unabhängigen mRNA-Impfstoffplattform der nächsten Generation, die frei von Patentbeschränkungen in Übersee ist
Im Rahmen dieses Projekts wird das Vaccine Innovation Center mithilfe proprietärer heimischer Technologien einen mRNA-basierten Hantavirus-Impfstoff der nächsten Generation entwickeln.
Das Hantavirus, der Erreger des hämorrhagischen Fiebers mit Nierensyndrom (HFRS), ist eine von neun vorrangigen Infektionskrankheiten, die von der koreanischen Regierung für die Impfstoffentwicklung vorgesehen sind. Angesichts des Potenzials für eine weltweite Verbreitung und der erheblichen genetischen Vielfalt ist eine proaktive Vorbereitung unerlässlich.
Die Dringlichkeit der Impfstoffentwicklung hat nach einem kürzlichen Ausbruch an Bord des Kreuzfahrtschiffes MV noch mehr an Aufmerksamkeit gewonnen Hondiuswo über die Übertragung einer Andes-Hantavirus-Variante von Mensch zu Mensch berichtet wurde.
Das Projekt wird zwei im Inland entwickelte Technologien nutzen: selbstverstärkende mRNA (sa-mRNA) und hocheffiziente Lipid-Nanopartikel-(LNP)-Abgabesysteme der nächsten Generation. Durch die Einrichtung einer mRNA-Impfstoffplattform, die frei von Bedenken hinsichtlich Patentverletzungen im Ausland ist, soll die Initiative Korea in die Lage versetzen, unabhängig und schnell Impfstoffe als Reaktion auf künftige Ausbrüche von Infektionskrankheiten zu entwickeln und herzustellen.
Vielversprechende vorläufige Ergebnisse belegen die Machbarkeit; Die Zusammenarbeit mit der Industrie treibt die End-to-End-Entwicklung voran
In den letzten zwei Jahren hat das Vaccine Innovation Center umfangreiche Untersuchungen zur Schutzwirkung eines mRNA-Hantavirus-Impfstoffkandidaten durchgeführt, der in Zusammenarbeit mit Moderna entwickelt wurde.
Präklinische Studien zeigten eine starke Immunogenität und Schutzwirkung, wobei geimpfte Mäuse eine deutlich verringerte Viruslast sowohl in der Lunge als auch in den Nieren zeigten. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen plant das Zentrum, eng mit Biotechnologiepartnern zusammenzuarbeiten, um einen neuen Impfstoff auf Basis einer mRNA-Plattform zu entwickeln.
Das Projekt wird über einen Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt. Im ersten Jahr werden Forscher Impfstoffkandidaten optimieren und ihre Wirksamkeit bewerten. Im zweiten Jahr stehen die GMP-gerechte Herstellung (Good Manufacturing Practice) und umfassende Sicherheitsbewertungen im Fokus.
„Wir werden dazu beitragen, Korea zu einem Impfzentrum und zu einem Vorreiter in Sachen Biosouveränität zu machen.“
Das Vaccine Innovation Center ist das einzige private Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Impfstoffe in Korea, das gegründet wurde, um das wissenschaftliche Erbe von Dr. Ho-Wang Lee weiterzuführen, der als Erster das Hantavirus entdeckte.
Hee-Jin Cheong, Direktor des Vaccine Innovation Center
„Beginnend mit der Entwicklung von Hantavirus-Impfstoffen wollen wir die Forschung zu Infektionskrankheiten in Korea anführen und zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit beitragen.“
Cheong betonte außerdem die Bedeutung der nationalen Vorbereitung und erklärte: „Pandemien stellen komplexe Krisen dar, die jeden Aspekt der Gesellschaft betreffen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden und Industriepartnern werden wir unsere gesamten Fähigkeiten einsetzen, um Koreas Weg von der Impfstoffabhängigkeit zur Impfstoffführerschaft voranzutreiben und letztendlich echte Biosouveränität zu erreichen.“
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