Ankündigung einer neuen Artikelveröffentlichung für Zoonosen Zeitschrift. Pest (Yersinia pestis) bleibt in Madagaskar endemisch und verursacht wiederkehrende Ausbrüche, die zu erheblicher Sterblichkeit führen. Ziel dieser Studie war die Entwicklung einer hochauflösenden räumlichen Risikobewertung, die Umweltverträglichkeit und Bevölkerungsexposition berücksichtigt.
Insgesamt 174 bestätigte Pestereignisse (1939–2023) wurden mit einem ökologischen Nischenmodell von Maxent analysiert, um die landesweite Umweltverträglichkeit vorherzusagen. Variable Beiträge und Permutationsbedeutung wurden bewertet. Die Modellergebnisse wurden auf eine Auflösung von 100 m herunterskaliert und mit LandScan-Umgebungspopulationsdaten integriert, um einen Index für das Pestexpositionsrisiko zu erstellen. Die räumliche Clusterbildung auf Gemeindeebene wurde durch die Getis-Ord Gi*-Hotspot-Analyse bewertet.
Die Eignung war stark mit Höhenlagen von 1.000–1.750 m, mäßigen Niederschlägen und kühleren Temperaturen im zentralen Hochland verbunden. Die Höhe trug 57,8 % zur Modellleistung bei, während die Temperatursaisonalität eine hohe Permutationsbedeutung aufwies (37,4 %). Die Hotspot-Analyse identifizierte 484 bedeutende Gemeinden in 13 Regionen, und fünf Hochlandregionen machten 82,9 % der Hotspots aus. Ungefähr 14,8 Millionen Menschen (62,8 %) leben in Gebieten mit einem gewissen Risiko, darunter 9,4 Millionen Menschen (40,1 %) in Gebieten mit hohem bis sehr hohem Risiko.
Das Pestrisiko konzentriert sich auf das Hochland Madagaskars, wo weiterhin große Bevölkerungsgruppen gefährdet sind, was eine gezielte Überwachung und öffentliche Gesundheitsplanung unterstützt.
Quellen:
Mark, A., & Deka. A. (2026) High-Resolution Geospatial Framework for Zoonotic Plague Risk Mapping in Madagascar. Zoonoses. DOI: 10.15212/ZOONOSES-2026-0003. https://www.scienceopen.com/hosted-document?doi=10.15212/ZOONOSES-2026-0003